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Vier Pfoten, vier Jahreszeiten: So bleiben Hunde und Katzen das ganze Jahr gesund

Ob Zecken im Frühling, Sommerhitze oder Streusalz im Winter: Wer mit einem Hund oder einer Katze zusammenlebt, hat das ganze Jahr über alle Hände voll zu tun. Wer die typischen saisonalen Risiken kennt, kann seine Tiere besser durchs Jahr begleiten. Wir geben Tipps, worauf man in welcher Jahreszeit besonders achten sollte.

Frühling: Wenn alles neu aufblüht – auch die Risiken

Im Frühling erwacht die Natur zu neuem Leben – leider gilt das auch für zahlreiche ungebetene „Gäste“. Folgende Punkte sind für Katzen- und Hundehalter relevant:

Die Zeckensaison beginnt und die kleinen Krabbler werden nicht nur für Zwei-, sondern auch für Vierbeiner lästig. Ein unbehandelter Zeckenbiss kann Krankheiten wie Borreliose übertragen. Deswegen: Rechtzeitig mit dem Tierarzt klären, ob Spot-on-Mittel, Halsbänder oder Tabletten die richtige Wahl sind und das Mittel anwenden. Übrigens: Zecken sind in vielen Bereichen Deutschlands mittlerweile das ganze Jahr aktiv, sodass auch ganzjährig ein Zeckenschutz sinnvoll sein kann.

Viele Frühblüher wie Tulpen, Narzissen oder Maiglöckchen sind giftig. Am besten gar nicht erst kaufen, wenn man mit einem Vierbeiner zusammenlebt, der gerne mal „knabbert“.

Tägliches Bürsten ist für die meisten Fellnasen nicht nur angenehm, es beugt bei langem Fell auch schmerzhaften Verknotungen vor und reduziert bei Katzen das Risiko, durch die Fellpflege zu viele Haare zu verschlucken.

Mit der Außensaison steigt das Risiko für Parasiten. Besonders Freiläufer brauchen regelmäßigen Schutz.

Mit wärmerem Wetter lüften wir wieder mehr – Kippfenster können eine Todesfalle für Katzen sein; Fensterschutzgitter schaffen Sicherheit.

Sommer: Hitze, Wasser & Sonnenschutz

Im Sommer kann es schnell sehr heiß werden und Hunde wie Katzen laufen Gefahr, zu überhitzen. Darum:

Keine Spaziergänge in der Mittagshitze, immer frisches Wasser dabei, NIEMALS im Auto lassen – auch nicht kurz!

Asphalt kann in der Sonne extrem heiß werden. Legen Sie die Handfläche für einige Sekunden auf den Boden – ist er zu heiß, sollte der Spaziergang woanders, etwa im Wald oder auf einer Wiese, stattfinden.

Die sogenannte Blaualgenblüte in Seen kommt im Sommer vor und ist sehr giftig – schon ein kleiner Schluck vom kühlen Nass kann tödlich enden. Daher vor dem Baden gründlich prüfen, ob das Gewässer freigegeben ist.

Katzen neigen dazu, zu wenig zu trinken, besonders im Sommer. Mehrere Wasserschalen aufstellen sowie Trinkbrunnen mit fließendem Wasser sind ideal. Für Trinkmuffel kann es sich lohnen, Eiswürfel in die Schale zu geben.

Hunde und Katzen, speziell sehr helle und Exemplare mit wenig oder sehr kurzem Fell, können Sonnenbrand an Ohren, Nase und unbehaarten Stellen bekommen. Deswegen: Sonnenschutz für Tiere auftragen und Sonnenzeit limitieren.

Herbst: Bunte Blätter, neue Gefahren

Wenn das bunte Laub sanft zu Boden gleitet, ist der Herbst da und mit ihm zahlreiche typische Risiken für unsere Vierbeiner.

Beide sind giftig für Hunde und liegen überall herum. Daher sollten Herrchen und Frauchen beim Spaziergang wachsam bleiben.

Sichtbarkeit erhöhen – reflektierende Leinen, Halsbänder oder kleine LED-Leuchten sorgen dafür, dass Hund und Halter im Dunkeln gesehen werden.

Viele Wildpilze zeigen ihre Fruchtkörper im Herbst, und viele von ihnen sind hochgiftig. Deswegen ist gerade in der Pilzsaison Obacht zu geben, was der eigene Hund im Wald und auf Wiesen frisst.

Winter: Kälte, Streusalz & Energiebedarf

Und auch im Winter mit Eis und Schnee gilt es zum Wohle des Tieres einiges zu beachten:

Nach jedem Spaziergang die Pfoten abwaschen und eincremen (z. B. mit Vaseline oder Pfotenbalsam), da Streusalz Risse in den Pfotenballen verursacht.

Kurzhaarige, kleine oder alte Hunde brauchen bei Minusgraden einen Mantel. Kein Luxus, sondern echte Gesundheitsvorsorge.

Katzen können auch im Winter rausgehen, brauchen aber immer eine Rückkehrmöglichkeit, um jederzeit ins Warme zu gelangen. Bei extremer Kälte sollte unter Umständen der Freigang eingeschränkt werden.

Im Winter verbrennen Katzen mehr Kalorien. Energiebedarf leicht erhöhen, besonders bei Freigängern.

Ganzjährig wichtig: Vorsicht, Vorsorge & Absicherung

Grundsätzlich gilt für alle Jahreszeiten und für alle Haustiere: Ein jährlicher Check-up beim Tierarzt hilft, Krankheiten vorzubeugen oder sie frühzeitig zu erkennen – Impfungen, Parasitencheck und Zahnkontrolle inklusive. Zusätzlich sollten Hundehalter beim Gassigehen besonders aufmerksam sein: Giftköder stellen nach wie vor eine ernstzunehmende Gefahr für Hunde dar. Mit den Kranken- und OP-Versicherungen der HanseMerkur können Hunde- und Katzenhalter hohe Tierarztrechnungen zuverlässig absichern. Bei der Hundehaftpflicht ist zudem ein optionaler Giftköder-Schutz buchbar. Wird dieser hinzugewählt, sind auch alle daraus resultierenden Behandlungskosten mitversichert.