Zu Hauptinhalt springen

Quelle: iStock/ jacoblund

Hamburg, 17. September 2026 Zurück

Mehrheit der jungen Menschen blickt positiv auf das eigene Leben, sorgt sich aber um Deutschlands Zukunft

  • 68 % der 16- bis 25-Jährigen sind mit ihrem Leben zufrieden
  • 42 % sorgen sich um die Zukunft Deutschlands
  • Finanzielle Vorsorge als wichtigster Faktor für einen positiven Blick in die persönliche Zukunft
  • 60 % der jungen Menschen fühlen sich bei wichtigen Zukunftsfragen zu wenig gehört

Hamburg, 17.09.2026. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der HanseMerkur * zum Weltkindertag zeigt: Viele 16- bis 25-Jährigen blicken optimistisch auf ihre persönliche Zukunft. Gleichzeitig bereiten ihnen die Zukunft Deutschlands, politische Entwicklungen sowie steigende Lebenshaltungs- und Wohnkosten große Sorgen. Auch mentale Gesundheit und finanzielle Belastungen spielen eine Rolle.

Zu den größten Sorgen der Befragten zählen die Zukunft Deutschlands (42 %), hohe Lebenshaltungskosten (42 %), politische und gesellschaftliche Entwicklungen (38 %), hohe Wohnkosten (38 %) sowie Kriege und internationale Konflikte (38 %). Damit richten sich die Sorgen vieler junger Menschen vor allem auf die Entwicklung von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik insgesamt.

Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den Altersgruppen: Während die Zukunft Deutschlands für die 16- bis 21-Jährigen die häufigste Sorge ist (41 %), nennen die 22- bis 25-Jährigen besonders häufig hohe Lebenshaltungskosten (47 %).

Mentale Gesundheit und finanzielle Belastungen prägen den Alltag

Neben den gesellschaftlichen Sorgen beschäftigen viele junge Menschen vor allem Themen, die ihr persönliches Leben unmittelbar betreffen: Rund ein Drittel (34 %) nennt die eigene mentale Gesundheit als Stressfaktor. Ebenso häufig werden finanzielle Belastungen oder Geldsorgen (31 %), Unsicherheit mit Blick auf die eigene Zukunft (31 %) sowie hohe Erwartungen an sich selbst beziehungsweise Leistungsdruck (30 %) genannt.

Während Schule und Ausbildung insbesondere die jüngeren Befragten belasten, steht bei den 22- bis 25-Jährigen die mentale Gesundheit häufiger im Vordergrund. Bei der mentalen Gesundheit zeigt sich außerdem ein signifikanter Unterschied bei den Geschlechtern. 26% aller jungen Männer erleben die mentale Gesundheit als Stressfaktor, bei den jungen Frauen sind es 41%.

Zuversicht trotz Herausforderungen

Die gute Nachricht: Trotz vieler Sorgen und Belastungen ist ein großer Teil der jungen Menschen optimistisch. 68% der Befragten sind zufrieden mit ihrem Leben, 47 % geben an, zuversichtlich in die eigene Zukunft zu blicken. Fast 60 % erwarten, dass sich ihr eigenes Leben in den nächsten Jahren positiv entwickeln wird. Gefragt nach Faktoren, die ihnen helfen, stark und positiv in die Zukunft zu blicken, nennen die Befragten am häufigsten finanzielle Vorsorge (35 %). Darüber hinaus spielen körperliche Gesundheit (31%), Resilienz (28%), Weiterbildung (28%) und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten (28%) eine wichtige Rolle.

„Die Ergebnisse zeigen, dass junge Menschen die Entwicklungen in Deutschland und der Welt sehr bewusst wahrnehmen. Gleichzeitig glauben viele an ihre eigene Zukunft und ihre persönlichen Chancen“, sagt Eberhard Sautter, Vorstandsvorsitzender der HanseMerkur. „Dass trotz der vielfältigen Herausforderungen fast 60 Prozent der jungen Menschen zuversichtlich auf ihre eigene Entwicklung blicken, zeigt ihre Resilienz. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe – als Unternehmen und als Gesellschaft – diese Zuversicht zu erhalten und zu stärken.“

Viele junge Menschen fühlen sich mit ihren Anliegen nicht ausreichend wahrgenommen

Die Umfrage unterstreicht ein zentrales Anliegen des Weltkindertags: den Wunsch junger Menschen nach mehr Mitsprache. Mehr als 60 % der Befragten stimmen der Aussage zu, dass junge Menschen bei wichtigen Zukunftsfragen zu wenig gehört werden. Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es vielen ist, mit ihren Perspektiven ernst genommen und stärker in gesellschaftliche Debatten einbezogen zu werden.

Die HanseMerkur engagiert sich seit Jahrzehnten für das Wohl von Kindern und Jugendlichen. Seit 1980 vergibt das Unternehmen jährlich den HanseMerkur Preis für Kinderschutz. Der Auszeichnung würdigt Personen und Organisationen, die sich in besonderem Maße für junge Menschen und ihre Zukunftschancen einsetzen. In diesem Jahr ist der Preis mit 120.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 6. Oktober statt.

*Bundesweite Appinio-Umfrage im Auftrag der HanseMerkur, Erhebung der Daten vom 26. August bis 3. September 2026, 1.000 Befragte im Alter von 16 – 25 Jahren, nationalrepräsentativ für Alter und Geschlecht.

 

Über den HanseMerkur Preis für Kinderschutz

Im UNO-Jahr des Kindes 1979 gab die HanseMerkur bei Prof. Dr.Hedwig Wallis, damals Direktorin der Psychosomatischen Abteilung an der Hamburger Universitäts-Kinderklinik, eine Studie in Auftrag, welche nachwies, dass die begleitende Mutter zur Beschleunigung des Genesungsverlaufs und zur Vorbeugung gegen seelische Schäden bei stationären Aufenthalten von Kindern entscheidend ist. Diese Erkenntnis mündete ein Jahr später in den „Mutter-und-Kind-Tarif“, mit dem die HanseMerkur als erster privater Krankenversicherer das „Rooming-in“ absicherte. Parallel dazu wurde 1980 erstmals unter dem Motto „Sorge für Kinder ist Vorsorge für die Zukunft“ der HanseMerkur Preis für Kinderschutz ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden einzelne Personen, private Initiativen und Gruppen in Deutschland, die sich weitgehend ehrenamtlich und höchst engagiert sowie beispielhaft für die Belange von Kindern und Jugendlichen einsetzen. Dies kann im Bereich der psycho-sozialen, der medizinischen oder gesellschaftlichen Hilfe bzw. Vorbeugung geschehen. Eine zehnköpfige Jury aus renommierten Kinderschützern, der unter anderem Prof. Dr. Sabine Andresen (Der Kinderschutzbund), Georg Graf Waldersee (Deutsches Komitee für UNICEF) und Prof. Dr. Sabine Walper (Deutsche Liga für das Kind) angehören, sorgt für den Know-how-Transfer und die Qualitätskontrolle bei der alljährlichen Auswahl exzellenter Initiativen im Kinder- und Jugendschutz. Seit 1980 haben sich über 4.000 Projekte beworben. Ausgezeichnet wurden bislang 188 Projekte, die Preisgelder in Höhe von über 1,4 Millionen Euro erhalten haben

%

der 16- bis 25-Jährigen sind mit ihrem Leben zufrieden

%

sorgen sich um die Zukunft Deutschlands

%

der jungen Menschen fühlen sich bei wichtigen Zukunftsfragen zu wenig gehört