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28. November 2025 Zurück

Wald, Wiese oder Wohnzimmer: Was für Hauskatzen und was für Freigänger spricht

Wer sich eine Katze anschaffen möchte, steht zunächst vor einer wichtigen Entscheidung: Soll der Fellfreund als Freigänger draußen Abenteuer erleben oder sich als Hauskatze vornehmlich drinnen aufhalten? Eine Entscheidung, die nicht nur Einfluss auf das Wohlbefinden des Tieres hat, sondern auch auf die Risiken, die Halter absichern sollten.

Freigängerkatzen: Freiheit mit Risiko

Welche Haltung besser geeignet ist, hängt einerseits von den Bedürfnissen der Katze, andererseits von der Wohnsituation und dem Alltag der Halter ab. Klar ist: Das Risiko für Unfälle – zum Beispiel durch fahrende Autos – oder Verletzungen infolge von Auseinandersetzungen mit anderen Tieren ist bei Freigängern deutlich höher als bei Hauskatzen. Auch ist es keine Seltenheit, dass Freigänger Würmer, Zecken oder Viren mit nach Hause bringen. Umso wichtiger ist ein gründlicher Parasitencheck nach jedem Ausflug ins Freie und regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt.

Trotz der höheren Gefahren sprechen auch viele gute Gründe für Freigänger: Sie verbringen viel Zeit im Freien und können ihre Instinkte voll ausleben. Sie jagen, klettern, erkunden ihre Umgebung und bleiben körperlich fit. Außerdem kommt bei ihnen kaum Langeweile auf, weil die natürliche Umgebung reichlich Abwechslung und Reize für viel Spiel und Spaß bietet. Für die Katze ist der Wohlfühlfaktor hoch, viele der Freigänger wirken ausgeglichen und zeigen kaum Verhaltensauffälligkeiten – was auch den Haltern zugutekommt. „Und auch die Zahngesundheit profitiert“, bemerkt Sina Suhm, Produktmarketing-Managerin bei der HanseMerkur, unter anderem zuständig für den Bereich Tierversicherung. „Katzen, die regelmäßig draußen unterwegs sind, zeigen häufig einen guten Zustand der Zähne – denn Bewegung, frische Luft und abwechslungsreiche Fressgewohnheiten fördern die natürliche Zahnpflege. Durch eine vielfältigere Beanspruchung der Kaumuskulatur werden die Zähne stärker genutzt, was zu einem natürlichen Abrieb von Zahnbelägen beitragen kann.“

Hauskatzen: Sicher im vertrauten Heim

Im Vergleich zu Freigängerkatzen leben Hauskatzen deutlich sicherer. Sie sind keinen Gefahren wie Autos oder Wildtieren ausgesetzt. Auch ihr Gesundheitslevel ist dank der geringen Ansteckungsgefahr und einer einfacheren Parasitenprophylaxe meist hoch. Entsprechend steigt die Lebenserwartung: Wohnungskatzen können bei guter Pflege sehr alt werden. Auch die Katzenhalter profitieren, denn viele Stubentiger sind anhänglicher als Freigängerkatzen, da sie weniger externen Reizen ausgesetzt sind.

Doch auch das entspannte Hausleben hat Nachteile. Das Risiko von Langeweile ist hoch. Wenn die Beschäftigung nicht ausreicht, können Katzen Verhaltensstörungen entwickeln. Entsprechend wichtig ist eine katzengerechte Einrichtung mit Kratzbäumen und Klettermöglichkeiten. Das wiederum schränkt die Gestaltungsmöglichkeiten der Katzenhalter ein. Außerdem sind Hauskatzen stark von ihren Haltern abhängig. Sie sind stärker auf Interaktion, Spiel und Beschäftigung angewiesen als ihre Artgenossen, die sich viel im Freien aufhalten.

Die Entscheidung: Was passt besser?

Ob Freigänger oder Hauskatze die bessere Wahl darstellt, hängt stark von der Wohn- und Lebenssituation der Halter ab. Wer an einer stark befahrenen Straße oder mitten in der Stadt wohnt, wird eher zur Wohnungshaltung tendieren. Freigangkatzen sind hingegen für ruhige Gegenden oder ländliche Regionen prädestiniert.

Ein wichtiger Faktor ist auch die verfügbare Zeit: Berufstätige, die nicht im Homeoffice arbeiten, haben oft weniger Zeit für ihre Katze als Menschen, die oft zu Hause sind. Und auch der Charakter und das Alter der Katze spielen eine Rolle. Während sich ängstliche oder ältere Tiere drinnen oft wohler fühlen, sind junge Katzen häufig abenteuerlustiger und haben den Drang nach draußen zu gehen. Freigänger oder Hauskatze? Es gibt noch eine dritte Option: ein gesicherter Balkon oder ein katzensicher eingezäunter Garten. So können Stubentiger frische Luft genießen, ohne dafür große Risiken eingehen zu müssen.

Ein Blick in die Versicherungsstatistik der HanseMerkur zeigt: Rund 75 % der versicherten Katzen leben in der Wohnung, etwa 25 % sind als Freigänger unterwegs.

Die HanseMerkur bietet Katzenversicherungen sowohl für Freigänger als auch Hauskatzen an, damit Halter im Ernstfall abgesichert sind. Weitere Artikel zu spannende Themen rund um die Katze finden Sie im Newsroom der HanseMerkur.