Wer eine Versicherung abschließt oder einen Schaden meldet, verlässt sich darauf, mit einer seriösen Ansprechperson zu kommunizieren. Doch genau dieses Vertrauen nutzen Betrüger zunehmend aus. Digitale Werkzeuge ermöglichen es heute, Dokumente, Websites oder Kommunikationswege täuschend echt nachzubilden. Für Verbraucherinnen und Verbraucher wird es dadurch teilweise deutlich schwieriger, echte von gefälschten Angeboten zu unterscheiden. Die Folgen können erheblich sein: Neben finanziellen Schäden droht im schlimmsten Fall die Erkenntnis, dass ein vermeintlicher Versicherungsschutz gar nicht besteht. Umso wichtiger ist es, Warnsignale frühzeitig zu erkennen und Unterlagen sorgfältig zu prüfen.
Auch Versicherungsunternehmen selbst sind immer häufiger mit Betrugsversuchen konfrontiert. Daraus ergibt sich für sie ein Balanceakt: Einerseits erwarten Kundinnen und Kunden eine schnelle und unkomplizierte Bearbeitung ihrer Anliegen. Andererseits sind sorgfältige Prüfungen notwendig, um Betrugsversuche zu erkennen und die Interessen der Versichertengemeinschaft zu schützen.
Die Bekämpfung von Versicherungsbetrug ist eine gemeinsame Aufgabe. Neben den Prüfmechanismen der Versicherer können auch Verbraucherinnen und Verbraucher mit einfachen Vorkehrungen dazu beitragen, verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen. „Betrüger nutzen zunehmend professionelle Methoden, um Vertrauen zu erschleichen. Umso wichtiger ist es, Informationen und Dokumente kritisch zu prüfen und im Zweifel direkt beim Versicherer nachzufragen“, rät Ilja Strunk, Abteilungsleiter Compliance und Betrugsprävention bei der HanseMerkur.
Die wichtigsten Hinweise nachfolgend im Überblick.