Herzlichen Glückwunsch zum Siegel! Was zeichnet die Ausbildung in der HanseMerkur besonders aus? Gibt es spezielle Programme, Projekte oder Werte, die uns von anderen unterscheiden?
Florian Krehl: Uns macht besonders, dass wir eine konkrete Idee und ein sehr gutes Konzept für die Ausbildung haben, sodass wir die jungen Leute fundiert zu richtig guten Mitarbeitenden entwickeln und sie im Anschluss die Jobs bekommen, die sie sich wünschen und die zu ihnen passen. Für uns ist das eine Herzensaufgabe.
Konstantin Buchholz: Den Mehrwert, den die jungen „Eigengewächse“ schaffen, haben die Fachbereiche erkannt und wertschätzen unsere Azubis und dualen Studenten über alle Abteilungen und Hierarchiestufen sehr. Wir wollen für die HanseMerkur-Bedarfe richtig gute Leute haben, die sich einbringen und uns voranbringen. Mit diesem Ziel vor Augen arbeiten wir im Rahmen der Ausbildung zielgerichtet und sehr strukturiert.
Worauf achtet ihr im Auswahlprozess? Wie erkennt ihr Potenzial und fördert es dann im Rahmen der Ausbildung?
Konstantin Buchholz: Im Auswahlprozess suchen wir keine fertigen Mitarbeitenden, sondern Personen, die Lust haben, sich zu entwickeln und Dinge zu lernen. Während der Ausbildungszeit ist es wichtig, nicht im Gießkannenprinzip zu agieren, sondern – trotz einer großen Zahl an Azubis und Studis – stets das Individuum im Blick zu haben. Wir haben teils sehr konkrete Vereinbarungen und Coachings mit Einzelnen, und unterstützen einfach gern deren Ideen. Ziel ist es, auf die Individuen und deren Stärken einzugehen. Das gelingt uns in Zusammenarbeit mit den Fachbereichen sehr gut.
Wenn ihr z.B. am Ausbildungsende eure Schützlinge so anschaut und euch an Tag 1 erinnert – was geht da in euch vor?
Florian Krehl: Mich bewegen beim Abschluss zwei Dinge: Erstens merke ich „Mann, ich werde immer älter!“ Zweitens macht mich das immer demütig, weil wir unterm Strich ab dem Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung das Leben dieser jungen Leute nachhaltig prägen und verändern. Zuletzt hat eine ehemalige Auszubildende bei mir auf LinkedIn kommentiert, wie schön die Zeit bei der HanseMerkur war – obwohl sie seit einigen Jahren nicht mehr im Unternehmen ist. Solche Feedbacks motivieren und bewegen mich sehr!
Konstantin Buchholz: Ich bin auch immer ein bisschen wehmütig, muss ich sagen. Die ausgelernten Fachkräfte sind dann zwar meist noch im Unternehmen, aber eben nicht mehr in unserem Zuständigkeitsbereich. Gleichzeitig bin ich begeistert aufgrund der vielfältigen Entwicklungen und Werdegänge, menschlich wie fachlich – all das spiegelt sich dann am Tag der Freisprechung in den Gesichtern wider. Für mich ist das immer ein toller Moment, das zu sehen.
Celine Wegelin: Ja, diese jungen Leute wachsen hier zwar auch fachlich, aber sie werden eben auch mit uns nochmal erwachsen(er). Man merkt am Anfang, dass sie sich noch stark an uns orientieren und Fragen stellen. Dann lernen sie unfassbar viel in der Ausbildungszeit und werden immer mutiger und selbstbewusster. Einfach schön, sie dabei zu begleiten.
Gibt es eine besondere Geschichte oder ein Erlebnis mit Auszubildenden, das euch in Erinnerung geblieben ist?
Celine Wegelin: Ich betreue im Schwerpunkt die angehenden Kaufleute für Versicherung und Finanzanlagen und bin immer stolz, wenn ich sehe, wie gut die Azubis in den Fachbereichen ankommen. Oft bekommen wir schon lange bevor es in Richtung Wunscheinsatz und Übernahme geht proaktiv Feedback, wie gut die Azubis sich entwickeln und wie gern die Kolleginnen und Kollegen mit ihnen arbeiten. Zudem ist für mich die Reise nach Mölln, die wir zum Start der Ausbildungszeit mit den Neulingen machen, jedes Mal aufs Neue ein Highlight. Ich habe das selbst 2012 mitgemacht, somit verbinde ich damit auch eigene Erinnerungen.
Florian Krehl: Der Azubi-Jahrgang organisiert seit einigen Jahren Aktionen für den guten Zweck und lernen zudem das Ehrenamt bei einem Social Day kennen. Im vergangenen Jahr wurde die Spendenaktion aus meiner Sicht nochmal auf ein neues Level gehoben, die Azubis haben in etwa die Zahlungsmöglichkeiten digitalisiert, mit allen rechtlichen und regulatorischen Begleiterscheinungen. Es hat mich beeindruckt, wie sie das als Team umgesetzt haben – und am Ende sogar das beste Spendenergebnis überhaupt einfahren konnten. Zudem fand ich die Ausbildertagung dieses Jahr besonders eindrücklich, denn die Kolleginnen und Kollegen, die sich unseren Azubis intern widmen, sind ein integraler Teil des Erfolgs. Wir haben drei Veranstaltungen pro Jahr, zu denen wir die Ausbilder einladen und es ist inspirierend, wieviel persönliches Engagement und Leidenschaft für das Thema Ausbildung dahintersteckt – zusätzlich zum eigentlichen Joballtag.
Ihr erlebt die Gen Z hautnah, es gibt viele Vorurteile über sie. Wie ist die „Jugend von heute“ denn nun wirklich am Arbeitsplatz?
Florian Krehl: Als größten Unterschied empfinde ich, dass die Jugend von heute sagt, was sie denkt. Sie formulieren selbstbewusster ihre Anforderungen und ihre Erwartungen und fordern aktiv Feedback ein. Gleichzeitig gibt es heute eine Vielzahl an Informationskanälen, durch neue Strukturen und Führungsstile prasseln viele Eindrücke auf Berufsanfänger ein, das sorgt hier und da auch für Unsicherheit und ein erhöhtes Sicherheitsbedürfnis.
Konstantin Buchholz: Von Charakterisierungen basierend auf Generationen halte ich persönlich nicht viel, manches kann auch einfach dem generellen Zeitgeist und Fortschritt geschuldet sein. Was ich aber definitiv beobachte, ist die umfassende Nutzung von Künstlicher Intelligenz der jetzigen Generation. Ich studiere selbst nebenberuflich und merke sofort, welche Azubis oder Studis schon in Schule oder Uni mit Technologie zu tun hatten und wie sehr sie in allen Lebensbereichen von ihnen genutzt wird. Und: Entgegen den Vorurteilen geht die junge Generation durchaus gern ins Büro, sucht den persönlichen Kontakt und Austausch.
Welche Trends oder Veränderungen seht ihr im Bereich Ausbildung allgemein und wie bereiten wir uns als HanseMerkur darauf vor?
Florian Krehl: Spezialisierung und Fokussierung sind Trends, denen wir uns schon längere Zeit widmen. Früher hieß es „Das ist ein Versicherungskaufmann, der kann eigentlich überall arbeiten“. Zwar ist die Grundidee der Ausbildung eher generalistisch, dennoch benötigen wir heutzutage ein hohes Maß an Fokussierung und Expertentum, sodass die Fachkräfte im Endeffekt zu unseren Job-Profilen passen. Die Skills, die die Fachbereiche jetzt und in Zukunft benötigen, sind teils sehr speziell.
Nochmal ein bisschen Werbung am Ende: Warum sollten sich junge Leute bei der HanseMerkur für eine Ausbildung oder ein duales Studium bewerben?
Florian Krehl: Wer eine Ausbildung sucht, bei der man sich einbringen kann, gefördert, aber auch gefordert wird, ist bei der HanseMerkur an der richtigen Adresse. Wir freuen uns auf Nachwuchstalente, die viel lernen möchten, etwas bewegen wollen, aber auch in der Lage sind, sich selbst zu bewegen.
Celine Wegelin: In Zeiten eines sich wandelnden Jobmarkts ist die HanseMerkur ein sicherer Hafen. Wer sich einbringt und abliefert hat große Chancen auf eine unbefristete Übernahme und auf den Wunschjob im Unternehmen. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich!
Konstantin Buchholz: Die Menschen hier machen den Unterschied. Aus eigener Erfahrung, aber auch basierend auf den Rückmeldungen der Azubis: Die Menschen in der HanseMerkur sind offen, respektvoll und hilfsbereit – egal, ob man zum ersten oder zum 100. Mal an ihre Tür klopft. Gleichzeitig haben die Azubis und Studenten mit den Ausbildern in den Fachbereichen und mit uns Dreien engagierte Ansprechpartner. Das Miteinander ist im Job wichtig, wir verbringen auf der Arbeit viel Zeit – und bei der HanseMerkur kann man sich wirklich wohlfühlen.