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Goldakupunktur für Tiere: Unterstützung nach Operationen – und bei chronischen Schmerzen

Eine Operation ist für Hunde und Katzen oft erst der Anfang eines langen Genesungsprozesses: Schmerzen in den Griff bekommen, wieder sicher auftreten, Muskulatur aufbauen und zurück in den Alltag finden. Gerade nach orthopädischen Eingriffen kann die Reha zur Geduldsprobe werden. Die Goldakupunktur kann hier wertvolle Hilfe leisten und die Heilung beschleunigen. Das bewährte Verfahren wird nicht nur postoperativ eingesetzt, sondern auch bei Tieren, die ohne vorherige Operation unter chronischen Gelenk- oder Rückenbeschwerden leiden.

Goldimplantate beruhigen das Nervensystem

In der Tiermedizin kommen neben Physiotherapie und klassischen Schmerzmitteln nach operativen Eingriffen zunehmend ergänzende Verfahren zum Einsatz. Eines davon ist die sogenannte Goldakupunktur. Bei dieser Methode werden Hunden oder Katzen kleine Goldimplantate an zuvor identifizierten Schmerzpunkten gesetzt. Ziel ist es, das Nervensystem so zu beeinflussen, dass chronische Negativreize besser „zur Ruhe kommen“ – ein Ansatz, der in der Reha vor allem dann interessant ist, wenn Schmerzen den Heilungsverlauf bremsen. Darüber hinaus kann das Verfahren auch bei chronischen orthopädischen Erkrankungen wie Arthrose, Hüftgelenksdysplasie oder Rückenproblemen eingesetzt werden, um Schmerzen langfristig zu reduzieren.

Die Implantate werden in der Regel in einer kurzen Inhalationsnarkose eingesetzt und verbleiben danach dauerhaft im Gewebe. Die positive Wirkung setzt häufig innerhalb von zwei bis sechs Wochen ein. Die Tiere geben dann ihre Schonhaltungen auf und können wieder leichter Muskulatur aufbauen.

Vorteile des Verfahrens auf einen Blick:

Je nach Befund und tierärztlicher Empfehlung kann Goldakupunktur

  • Schmerzen langfristig lindern und damit die Nachbehandlung zu unterstützen,
  • Mobilität und Bewegungsfreude verbessern (etwa bei orthopädischen Erkrankungen),
  • weitere operative Eingriffe und eine Dauermedikation verhindern,
  • chronische Schmerzen und degenerative Gelenkerkrankungen auch ohne vorherige Operation positiv beeinflussen.

Goldimplantate gelten zudem als gut verträglich, können den Stoffwechsel im Gelenkbereich anregen und Entzündungsprozessen entgegenwirken. Viele Tierärztinnen und Tierärzte setzen sie daher sowohl nach Operationen als auch bei nicht-operierten Tieren mit langanhaltenden Beschwerden ein.

Neue Versicherungsleistungen entlasten Tierhalter

Viele Tierhalter unterschätzen, welche Kosten bei akuten Erkrankungen, chronischen Beschwerden oder nach Operationen zusätzlich entstehen können: Kontrolltermine, Medikamente, Physiotherapie – und je nach Fall auch zusätzliche Reha-Maßnahmen. Gerade ein Verfahren wie die Goldakupunktur kann für Selbstzahler schnell mehrere tausend Euro kosten, abhängig vom Umfang und von der individuellen Ausgangslage.

Die gute Nachricht: Die HanseMerkur hat ihre Tier-OP- und Tier-Krankenversicherungen modernisiert, Leistungen ergänzt und die Produkte an aktuelle Entwicklungen in der Tiermedizin angepasst. Die Goldakupunktur ist in der Tarifstufe Premium plus sowohl bei der Tier-Krankenversicherung als auch bei der Tier-OP Versicherung (im Rahmen der Nachbehandlung) erstattungsfähig, sofern sie von einem Tierarzt angeordnet wurde. Die Kostenerstattung erfolgt anteilig im Rahmen der tariflich vorgesehenen Leistungen.

Insgesamt wurden bei den neuen Tierversicherungsprodukten zahlreiche Leistungen verbessert, Nachbehandlungszeiträume verlängert, Leistungsgrenzen erhöht und neue Zusatzbausteine ergänzt. So erhalten Tierhalter mehr Sicherheit in einer Phase, in der die Sorge um das Tier im Mittelpunkt stehen sollte – nicht die Sorge um die Kosten.

Zum Abschluss ein wichtiger Hinweis: Ob die Goldakupunktur im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet immer die behandelnde Tierarztpraxis.